Als Rasse mit eigenem Standard, wird der Rhodesian Ridgeback in Südafrika und Rhodesien seit 1922 gezüchtet.

Robuste Hunderasse

Es musste eine robuste Rasse sein, die den klimatischen Verhältnissen standhielt und auf der Jagd oder als Hüter der Viehherden, auch vor einem Löwen nicht zurückwich.

Als Rasse mit eigenem Standard wird der Rhodesian Ridgeback in Südafrika und Rhodesien seit 1922 gezüchtet. Sein besonderes Merkmal ist der Ridge, ein längs der Wirbelsäule über den Rücken verlaufender Fellstreifen, bei dem die Haare nicht nach hinten, sondern nach vorne gerichtet sind. Diesem Merkmal verdankt er unter anderem auch seinen Namen. 


Hunde mit dieser Fellabnormität sind seit langem bekannt. So erwähnt der Engländer G.M. Theal bereits 1505 einen Hottentotten-Hund mit einem Ridge. David Livingstone, der berühmte Afrikaforscher, bildete in seinem 1857 erschienenen Buch Hottentotten Jäger ab. Auf einem Bild sieht man einen Hund mit einer deutlichen Haarbürste über dem Rücken.

Die Hottentotten waren Jäger, Sammler und später auch Viehzüchter. Man nimmt an, sie seien einst aus Asien eingewandert und hätten von dort her auch ihre Hunde mitgebracht. Sie jagten mit den mitgebrachten Hunden die Löwen, die die Rinderherden bedrohten. Mit der Zeit ergab es sich, dass sich die mitgebrachten Hunde der Europäer wie Bluthunde, Mastiffs, Doggen, Windhunde, Terrier und andere, mit den afrikanischen Hunden vermischten. Aber trotz dieser Kreuzungen, setzte sich der Ridge in den meisten Fällen immer wieder durch. Die ursprünglichen Hunde der Hottentotten waren vermutlich einiges kleiner, als der heutige Ridgeback. Seine heutige Grösse erhielt er durch Kreuzungen mit englischen Bloodhounds, Pointern, Deutschen Vorstehhunden und vermutlich auch Retrievern.

Später waren es die weissen Siedler Südafrikas, die einen erbarmungslosen Kampf gegen die einheimischen Wildtiere führten. Nicht wenige wurden völlig ausgerottet, andere an den Rand der Ausrottung gebracht. Für diese Jagd brauchten sie einen guten kräftigen Hund, der zugleich als Wachhund und Schutzhund eingesetzt werden konnte. 

Der Gebrauchszweck formte die äussere Gestalt des Hundes.

Nachdem ein Missionar im Jahre 1874 zwei dieser Hunde von Swellendam, in der südafrikanischen Kapprovinz, mit nach Rhodesien genommen hatte und diese Hunde sich bei der Jagd auf Grosswild und auf Löwen ausgezeichnet hatten, begann man auch in Rhodesien mit der Zucht des südafrikanischen «Pronkrug », wie der Hund bei den Buren hiess. In Bulawayo, in Südrhodesien, wurde 1902 ein erster Lion Doc­ Club„  gegründet. Rund zwei Dutzend Züchter und Besitzer der Rasse taten sich zusammen und gründeten den Rhodesian Ridgeback Club. Es wurde ein Standard aufgestellt, wobei man den Standard der Dalmatiner zu Hilfe nahm. 


Die Hunde, die damals in Bulawayo zusammen kamen, waren  noch sehr unterschiedlich. Jetzt begann man sich nach dem Standard zu richten und so musste der Hund, abgesehen von der Farbe und dem Ridge, dem Dalmatiner recht ähnlich werden. Der Name wurde offiziell als Rhodesian Ridgeback festgelegt und unter diesem Namen wurde die Rasse dann 1924 durch die South African Kennel Union anerkannt.

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